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Aktuell

Welches Europa? - Europa aus west-, ostmittel- und südosteuropäischer Perspektive

EU-Flagge

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Jürgen Elvert (Köln), Prof. Dr. Heinz-Jürgen Axt (Duisburg), Prof. Dr. Jerzy Kochanowski (Warschau) und Prof. Dr. Jan Kusber (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) am Dienstag, dem 20. Juni 2017.

Skepsis und Unsicherheiten prägen das Bild über das weitere Vorgehen in Europa. Doch in Krisenzeiten ist nicht verzagen angesagt, sondern das intensive Nachdenken und der Austausch von Ideen und Visionen über Europa, über das "Projekt Europa". Zu diesem Zweck treffen sich Historiker und Politikwissenschaftler, um aus west-, ostmittel- und südosteuropäischer Perspektive über die Bedeutung von "Europa" und das Modell "Europäische Union" zu diskutieren und zu debattieren.

Das insbesondere nach der Zeitenwende 1989/90 expandierende "Projekt Europa", wie gemeinhin die Europäische Union auch umschrieben wird, und der damit verbundene europäische Integrationsprozess sind ins Stocken geraten. Die vielfältigen Krisen lassen die Frage nach der Zukunft „Europas“ aufkommen. Steht dieses Projekt nach Brexit, Flüchtlingskrise, der wirtschaftlichen Kluft zwischen Nord und Süd sowie der Bankenkrise vor dem Aus? Der Brexit hat die Debatte verschärft: Während die einen erst recht "mehr Europa" wollen und den Zweck der EU in der Überwindung der Nationalstaaten sehen, befürworten die anderen "weniger Europa" und ein Zurück zu nationaler Souveränität. Wohin bewegt sich die EU in diesem Spannungsfeld zwischen "Transnationalisierung und Nationalstaatlichkeit"?

Gleichzeitig zeigt das Beispiel Frankreich mit Staatspräsident Emmanuel Macron, dass mit einer proeuropäischen Ausrichtung Wahlen gewonnen werden können. Der überragende Sieg seiner proeuropäischen Bewegung "En marche" im ersten Wahlgang der französischen Parlamentswahlen vom Wochenende unterstreicht dies erneut. Und im Vereinigten Königreich mehren sich die Zweifel an den Kosten eines Brexit, die Neuwahlen brachten für Theresa May nicht das von ihr erhoffte Ergebnis eines erneuten Votums zugunsten des Brexit.

Europa wird innerhalb des Kontinents aus unterschiedlichen geographischen, geopolitischen und historischen Sichtweisen auch unterschiedlich wahrgenommen. Was ist die gemeinsame Perspektive? Was sind unterschiedliche und gemeinsame Erfahrungen?  Wie ist der Blick auf Europa aus Sicht west-, ostmittel- und südosteuropäischer Historiker und Politikwissenschaftler?

Veranstalter und Kooperationspartner sind die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Historisches Seminar, Arbeitsbereiche Geschichtsdidaktik und Osteuropäische Geschichte), die Landeszentrale für politische Bildung RLP, die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde, die Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Mainz und die Deutsch-Griechische Gesellschaft.

Zu dieser spannenden Veranstaltung sind Sie herzlich eingeladen. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung (hier online) gebeten.

 

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