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Ehemalige KZ-Außenlager sind unvergessen - 41. Informationstagung zur Gedenkarbeit in Rheinland-Pfalz

Halle Gedenkstätte KZ Osthofen

Halle Gedenkstätte KZ Osthofen

Veranstaltungsfoto "Gedenkarbeit an ehemaligen KZ-Außenlagern"

Info-Tagung "Gedenkarbeit an ehemaligen KZ-Außenlagern"

"Gedenkarbeit an ehemaligen KZ-Außenlagern" war das Schwerpunktthema der 41. Info-Tagung in der Gedenkstätte KZ Osthofen im Juni 2017. Über 60 Aktive aus allen Bereichen der Gedenk- und Erinnerungsarbeit in Rheinland-Pfalz sowie Gäste aus Hessen und Baden-Württemberg nutzten die Gelegenheit zur Information und Vernetzung.

Die Tagung stand ganz im Zeichen neuer Forschungsergebnisse und beeindruckender Initiativen vor Ort. Wolfgang Gückelhorn berichtete vom Aufbau der Gedenkstätte zum Lager "Rebstock" (Bad Neuenahr-Ahrweiler), wo einst Häftlinge aus 12 Nationen für die deutsche Rüstungsindustrie schuften mussten. Dort entstehen ein Info-Pavillonund eine Allee des Gedenkens. Cornelia Rühling, Vorstandsvorsitzende der Margit-Horvảth-Stiftung, stellte die Gedenkarbeit zum KZ-Außenlager Walldorf beim Flughafen Frankfurt vor. Dort wurden einst ungarische Frauen und Mädchen zum Bau der Rollbahnen eingesetzt. Lange Zeit waren diese Orte "gesprengt, verdrängt vergessen. Keiner wusste was in diesem Wald geschah", berichtete Rühling.Horst Koch-Panzner, Vorsitzender des Fördervereins zur Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte KZ-Katzenbach in den Adlerwerken und zur Zwangsarbeit in Frankfurt am Main, berichtete vom Alltag der Häftlinge in den Adlerwerken, vonöffentlichen Hinrichtungen, die an der Tagesordnung waren.

Dorothee Roos von der KZ Gedenkstätte Neckarelz machte sich für eine Vernetzung der Gedenkstätten stark und führte durch die beeindruckende Ausstellung zum KZ Natzweiler-Struthof "Bientột la liberté nous reviendra - Freiheit so nah, so fern", die gerade in der Gedenkstätte KZ Osthofen gezeigt wird. Auch Guido Pringnitz von der AG Gedenkarbeit der Kreisverwaltung Cochem Zellberichtete von vielversprechenden Ansätzen für die Erinnerungsarbeit zum Außenlager Bruttig-Treis.

Bernhard Kukatzki, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung, und Dieter Burgard von der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen betonten die Bedeutung der grenzüberschreitenden Gedenkarbeit.

 

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