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Für die erste Information: "Das Hambacher Fest - 27. Mai 1832" in der Reihe der "Blätter zum Land" erschienen

In der Reihe der Landeszentrale "Blätter zum Land" ist die Broschüre zum Hambacher Fest in einer völligen Neuausgabe erschienen. Dr. Hannes Ziegler, ausgewiesener Kenner der Geschichte des Hambacher Festes, hat in der achtseitigen Broschüre "Das Hambacher Fest - 27. Mai 1832" eine kurz gefasste und pointierte Darstellung der historischen Vorgänge auf dem Hambacher Fest vorgelegt, in der er auch den Gründen für das Scheitern der Bewegung nachgeht.

Mit dem großen Sammelband "Freiheit, Einheit und Europa" kann wissenschaftlichen Interessen gedient werden, während die Broschüre "Hambach 1832. Deutsches Freiheitsfest und Vorbote des europäischen Völkerfrühlings" einen vertieften ersten Zugang zum Thema ermöglichen und das "Blatt zum Land" die gebündelte rasche Grundinformation bereitstellen soll.

"Hambach 1832. Deutsches Freiheitsfest und Vorbote des europäischen Völkerfrühlings"

Zum 175. Jahrestag des Hambacher Festes veröffentlichte die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz eine 64-seitige Broschüre zum Hambacher Fest. Dr. Wilhelm Kreutz, Privatdozent an der Universität Mannheim, legte unter dem Titel "Hambach 1832. Deutsches Freiheitsfest und Vorbote des europäischen Völkerfrühlings" eine reich illustrierte Darstellung der Ursachen, Ziele, Akteure und der Nachwirkungen vor. In einem Vergleich mit dem Wartburgfest von 1817 arbeitete er den besonderen Charakter der Massendemonstration auf dem Hambacher Schloss in der Geschichte des deutschen Vormärz und den Stellenwert der Feste und Feiern bei der Konstituierung einer oppositionellen, öffentlichen Meinung heraus. Die Broschüre ist bei der Landeszentrale für politische Bildung kostenlos erhältlich.

Das Hambacher Fest von 1832

"Der Deutschen Mai": Das Hambacher Fest als erste demokratische Massendemonstration in Deutschland

"Vaterland - Freiheit - ja! Ein freies deutsches Vaterland." Philipp Jakob Siebenpfeiffers Zusammenfassung der Botschaft des Hambacher Festes vom Mai 1832 ergänzte Johann Georg August Wirth, der zweite Hauptredner, um den Gedanken der "brüderlichen Vereinigung" der Patrioten aller europäischen Nationen: "Hoch! Dreimal hoch leben die vereinigten Freistaaten Deutschlands! Hoch! Dreimal hoch das conföderirte republikanische Europa!"

Freiheit und Einheit hatten es im Verlauf der deutschen Geschichte immer schwer. Nur für kurze Zeit konnten Nationalstaat und Demokratie zusammen realisiert werden.

Die friedliche Revolution der Bürgerinnen und Bürger der DDR im Herbst 1989 schuf die Voraussetzung für die Wiedervereinigung des Landes. Aber nur als Teil der Europäischen Union und zusammen mit der gleichzeitigen Vertiefung der europäischen Einigung konnte die Bundesrepublik als demokratischer Nationalstaat neuer Prägung im Einvernehmen mit den Siegermächten von 1945 und den europäischen Nachbarn am 3. Oktober 1990 neu begründet werden.

Der angeblich fehlende Sinn der Hambacher für "Realpolitik", das Überschwängliche und das Visionäre dieser "Bergreden der deutschen Einheit und Freiheit", so Theodor Heuss, der erste Bundespräsident, sind seit 1832 oft als Ursachen des kurzfristigen Scheiterns kritisiert worden.

Am Ende haben die großen Forderungen und Visionen des Hambacher Festes dann aber doch noch über alle Rückschläge und Katastrophen der deutschen Geschichte hinweg triumphiert.

In den Jahren seit dem 150. Jahrestag des Festes (1982) hat sich deshalb in der Geschichtswissenschaft und in der öffentlichen Debatte zunehmend als gemeinsame Auffassung herausgebildet, dass das Hambacher Fest am Anfang von "Deutschlands langem Weg nach Westen" (Heinrich August Winkler) stand. Am Anfang aber auch der vielen Schwierigkeiten der Deutschen, die "Freiheit in Einheit" oder die "Einheit in Freiheit" zu verwirklichen.