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Land und Leute: Susi Hermans – Sozialpolitik war ihr Schwerpunkt

Quelle: Landtag

Die CDU-Fraktion in den 1950er-Jahren: viele Männer, nur zwei Frauen. Eine davon war Susi Hermans (vorne die rechte Dame), eine Pionierin in der Landespolitik. Fotoquelle: Landtag

Eine weitere Pionierin der rheinland-pfälzischen Politik ist Susanne Hermans, in den frühen Jahren des Landes eine Vorkämpferin für die Verbesserung der Situation von Frauen. Die LpB stellt die Sozialpolitikerin aus Koblenz heute in der Reihe Land & Leute vor. Anläßlich des Internationalen Frauentages am 8. März werden an dieser Stelle verdiente Rheinland-Pfälzerinnen porträtiert.

Bis ins hohe Alter engagierte sich die Koblenzerin Hermans, die weithin kurz Susi genannt wurde, vor allem in der Sozialpolitik. Die am 26. August 1919 geborene Christdemokratin startete ihre berufliche Laufbahn im Jugendamt ihrer Heimatstadt als Fürsorgerin. Später engagierte sie sich als Leiterin im Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF). Diesen Posten bekleidete sie 20 Jahre lang, anschließend  wurde sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt, bis kurz vor ihrem Tod nahm sie aber weiter an Sitzungen des SkF teil. Susi Hermans starb am 6. September 2013 mit 94 Jahren in Koblenz.  

Ihre Laufbahn beendete sie als Landtagsvizepräsidentin

Die staatlich anerkannte Sozialarbeiterin trat 1946 in die CDU ein und gehörte ab 1948 22 Jahre lang dem Landesvorstand der Christdemokraten in Rheinland-Pfalz an. 1951 wurde sie in den Landtag gewählt, dort war sie Vorsitzende des Petitionsausschusses und der Strafvollzugskommission. Ihr Schwerpunkt war die Sozialpolitik, ihr Name steht unter anderem für eine bessere Versorgung des ländlichen Raumes mit Hebammen. Damit trug sie dazu bei, dass in den Nachkriegsjahren die Säuglingssterblichkeit sank. Von 1981 bis zu ihrem Ausscheiden 1983 war sie Landtagsvizepräsidentin

Aber auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Landtag setzte sie sich weiter die Belange sozial benachteiligter Menschen ein. Für ihr Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet - unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern. Nach ihrem Tod gründete die Familie die "Susi-Hermans-Stiftung". Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Koblenz setzt das Stiftungsvermögen dafür ein, Menschen in Notlagen unbürokratisch und zügig Hilfe zukommen zu lassen. Zudem gibt es den Susi-Hermans-Preis, mit dem jährlich ehrenamtliches Engagement in und rund um Koblenz gewürdigt wird.

Die LpB zählt Susi Hermans in ihren Blättern zum Land zu den "Frauen der ersten Stunde".

Die erste Pionierin der Landespolitik, die wir in dieser Reihe vorgestellt haben, war Lucie Kölsch.