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Aktuell

Forum Friedens- und Sicherheitspolitik: Nordkorea

Forum Friedens- und Sicherheitspolitik. Foto: LpB.

Forum Friedens- und Sicherheitspolitik. Foto: LpB.

Wie sieht das nordkoreanische Nuklear- und Raketenprogramm aus und wie ist die Bedrohung einzuschätzen? Giorgio Franceschini analysierte im Rahmen des Forums Friedens- und Sicherheitspolitik das nordkoreanische Nuklear- und Raketenprogramm und die nukleare Bedrohung, die von Nordkorea ausgeht, sachkundig und informativ. Die Veranstaltung fand am 8.11. auf der Festung Ehrenbreitstein statt.

Das nordkoreanische Nuklear- und Raketenprogramm: Von Wasserstoffbomben und Interkontinentalraketen

Im Juli 2017 hatte Nordkorea zwei Tests mit Interkontinentalraketen durchgeführt, woraufhin die USA und Südkorea mit einer gemeinsamen Militärübung antworteten. Ende August 2017 hat dann Nordkorea eine Rakete nahe der Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert, die bis zu 550 Kilometer hoch und etwa 2700 Kilometer (unangekündigt) über Japan hinweg flog und östlich des Inselstaates ins Meer stürzte. Bereits zuvor hatte Nordkorea drei Kurzstreckenraketen abgefeuert und auch bereits im Jahr 2009 eine Langstreckenrakete über Japan hinweg geschossen.

Der UN-Sicherheitsrat befasste sich, wie bereits zuvor, in einer Dringlichkeitssitzung mit den erneuten Provokationen Nordkoreas. Doch trotz weiterer Sanktionen und weltweiter Kritik feuerte Nordkorea Mitte September erneut eine Mittelstreckenrakete über die nördliche japanische Insel Hokkaidō, die dieses Mal 770 Kilometer hoch und 3700 Kilometer weit flog und ebenfalls im Pazifischen Ozean niederging.

Norkoreas Diktator Kim Jong Un und der US-amerikanische Präsident Donald Trump ("Feuer und Wut") drehten zusätzlich an der verbalen Eskalationsspirale, Nordkorea drohte mit Angriffen auf den US-Militärstützpunkt auf der Pazifikinsel Guam und auf die USA, die USA mit einem militärischem Eingreifen. Zusätzlich zu den Raketenabschüssen führt Nordkorea weiter Kernwaffentests durch, so zuletzt am 3. September 2017, der sechste Test nach 2006, nach eigenen Angaben als Test einer Wasserstoffbombe, die eine zehnmal so große Sprengkraft  wie die Hiroshima-Bombe habe.

Der Referent

Giorgio Franceschini ist Referent für Außen- und Sicherheitspolitik bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Er ist Physiker und war zuvor als unabhängiger Experte für Rüstungskontrolle sowie als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) tätig. Franceschini hat die EU zu Fragen der Abrüstungs- und Nichtverbreitungspolitik beraten und zu Themen der nuklearen, chemischen und biologischen Sicherheit geforscht, unter anderem auch an der Technischen Universität Darmstadt sowie am James Martin Center for Nonproliferation Studies (CNS) in Monterey, Kalifornien. In zahlreichen Veröffentlichungen hat er sich mit Fragen der nuklearen Rüstungskontrolle und der Abrüstungs- und Nichtverbreitungspolitik beschäftigt.

Das Forum Friedens- und Sicherheitspolitik

Das Forum Friedens- und Sicherheitspolitik befasst sich mit den Perspektiven deutscher, europäischer und internationaler Friedens- und Sicherheitspolitik. Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE), Burgen, Schlösser, Altertümer mehrmals im Jahr auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz statt.