LpB-Rheinland-Pfalz

Am Kronberger Hof 6
55116 Mainz

 Kontakt

Telefon/Fax:
Tel.: 06131 - 16 29 70
Fax: 06131 - 16 29 80

Bürozeiten:
Mo-Do: 8-16 Uhr,
Fr: 8-13 Uhr

E-Mail:
Mail an die LpB-Rheinland-Pfalz

Aktuell

"Ein internationaler Erinnerungsort" - Gedenkstätte "Lager Rebstock" eingeweiht

Fotos: LpB
Fotos: LpB
Fotos: LpB

Fotos: LpB

Als einen "internationalen Erinnerungsort" hat der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf, die Erinnerungsstätte "Lager Rebstock" gewürdigt. Mit einer Feierstunde unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit wurde der Gedenkort bei Bad Neuenahr Ahrweiler eingeweiht. Dieser Ort habe auch außenpolitischen Stellenwert, betonte der Minister vor diplomatischen Vertretern Ungarns, Frankreichs, der Niederlande, Italiens, Polens und der Russischen Föderation. Die Notwendigkeit einer Aufklärungs- und Erinnerungskultur nehme nicht ab sondern zu, erklärte Minister Konrad Wolf.

Besondere Dankesworte fand er für die Initiativgruppe unter der Leitung von Wolfgang Gückelhorn, die ab 2016 die Erinnerungsstätte geplant und aufgebaut hatte.

Klaus Liewald, Vorsitzender des Bürgervereins Synagoge e.V., dankte in seiner Begrüßungsrede auch dem Landkreis und den Ortsgemeinden für ihre Unterstützung. Der Kreis Ahrweiler sei sich der Verantwortung für die Geschichte bewusst, sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Besonders herzlich begrüßte er die Zeitzeugen Arie van Houwelingen aus Kamp Amersfoort und Gertrud Schneck aus Bad Neuenahr. Bürgermeister Guido Orthen (Bad Neuenahr-Ahrweiler) erinnerte daran, dass Demokratie und Freiheit keine Selbstläufer seien. "Sie müssen tagtäglich neu erarbeitet und verdient werden", betonte er. Bildung und Herzensbildung seien dazu die Schlüssel. Dr. Daniel Heimes, Landeshauptarchiv Koblenz, unterstrich die Bedeutung der Spurensuche und Quellenarbeit. "Archive spinnen die Fäden, aus denen der Teppich der Geschichte gewoben wird".

Ton Lansink, Generalkonsul der Niederlande, machte sich – ebenso wie die anderen Konsulatsvertreter – für Frieden und Freiheit stark. Ohne geteilte Zeitgeschichte gebe es keine gemeinsame Zukunft, sagte Lansink. "Wir müssen Geschichte weiter teilen".

Autor und Militärhistoriker Wolfgang Gückelhorn dankte alle Partnern, Helfern und Spendern, insbesondere seiner Projektgruppe. "Wir sind stolz auf das Ergebnis", sagte er. Ein bewegendes Friedensgebet mit Vertretern der Evangelischen und Katholische Kirchengemeinden sowie der Jüdischen Gemeinde Koblenz rundete die Feierstunde ab. Für die musikalische Umrahmung sorgte Frank Heuser mit seinem Saxophon.

 

 

 

 

Kurz-URL: s.rlp.de/tvK