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Aktuell

"Chemiewaffenverbot in der Krise? Zur Abrüstung und Nichtverbreitung chemischer Waffen" am 25.4.

UN Photo

Muthanna, Iraq; 7.10.1991. UN Photo.

Über aktuelle Fragen und Aspekte hinsichtlich der Abrüstung und Nichtverbreitung chemischer Waffen wird Una Becker-Jakob, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), im Rahmen des Forums Friedens- und Sicherheitspolitik am Mittwoch, dem 25. April 2018 um 18.30 Uhr informieren. Die Veranstaltung findet zusammen mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz - Direktion Burgen, Schlösser, Altertümer auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz statt (in der Langen Linie/Lichthof der Festung).

Chemische Waffen

In allen Beschreibungen des Ersten Weltkrieges nimmt der sogenannte Gaskrieg, der massive Einsatz von giftigen Chemikalien als Waffe, einen wichtigen Platz ein. Heute, 100 Jahre nach dem Ende dieses Krieges, scheinen Chemiewaffen erneut Einfluss auf die Geschicke der Weltpolitik zu nehmen. Dabei ist die Geschichte der chemischen Abrüstung eigentlich eine Erfolgsgeschichte. Als 1992 das Chemiewaffen-Übereinkommen (CWÜ) abgeschlossen wurde, wurde damit nicht nur eine ganze Waffengattung ausnahmslos geächtet, sondern es wurden auch weitreichende Maßnahmen zur kontrollierten Abrüstung und Nichtverbreitung vereinbart. Unter der Aufsicht der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, die für ihre Arbeit 2013 den Friedensnobelpreis erhielt, wurde der überwiegende Anteil aller Chemiewaffenbestände weltweit bereits vernichtet, und fast alle Staaten der Welt sind Mitglied des Chemiewaffen-Übereinkommens.

Der Giftanschlag auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter, bei dem der chemische Kampfstoff Nowitschok verwendet wurde, hält die Welt weiter in Atem.

Schien mit Syriens Beitritt im Jahr 2013 und seiner anschließenden chemischen Abrüstung das Kapitel der chemischen Kriegführung zunächst weitgehend abgeschlossen zu sein, so tragen nun, nur wenige Jahre später, die anhaltenden Chemiewaffeneinsätze in dem bürgerkriegsgeschüttelten Land zu einer der schwersten diplomatischen Krisen bei, die die Welt seit Jahrzehnten gesehen hat.

Was bedeuten die Einsätze in Syrien für das weltweite Verbot chemischer Waffen? Wie hat sich dieses Verbot überhaupt durchsetzen können, und was könnte oder müsste getan werden, um seinen Bestand zu sichern?

Una Becker-Jakob

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK) im Programmbereich Internationale Sicherheit. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit der Abrüstung und Nichtverbreitung biologischer und chemischer Waffen und berät unter anderem das Auswärtige Amt in Fragen der Biowaffenkontrolle. 

Die Veranstaltung und der Zugang zur Festungsanlage Ehrenbreitstein sind für die Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer kostenfrei.

Wir freuen uns über Ihr Kommen.

Der Veranstaltungsort in der Festung

Achtung: Die Veranstaltung findet in der Festung Ehrenbreitstein nicht in der Langen Linie statt, sondern in der "Ungarnkapelle". Nachdem Sie vom Eingang aus den 2. Tunnel passiert haben, links die Rampe hinauf durch das grüne Tor über die kleine Brücke und dann das Gebäude links. (Der Beschilderung folgen.)

Eine Anmeldung ist per E-Mail an anmeldung(at)politische-bildung-rlp.de oder direkt auf der Website der Landeszentrale (unter Veranstaltungen) möglich.