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Pressemitteilung: Film "Landraub" - Agrarland nur noch Kapitalanlage

Film "Landraub" am 19. November 2018 in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz / Eintritt frei

Am Montag, 19. November 2018 um 18.30 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) zum Film "Landraub" nach Mainz in ihren Gerty-Spies-Saal (Am Kronberger Hof 6) ein. Der Eintritt ist frei!

Der Film ist Teil des zehnteiligen Schwerpunktthemas "Konsum" für das zweite Halbjahr 2018 der Landeszentrale für politische Bildung. 

Zum Film "Landraub" Österreich, 2015, 95 Minuten 

Ackerland wird immer wertvoller und seltener. Jedes Jahr gehen etwa 12 Millionen Hektar Agrarfläche durch Versiegelung verloren. 

Und nach der Finanzkrise 2008 hat das globale Finanzkapital die Äcker der Welt als Verdienstfeld entdeckt. Die Reichsten der Welt sichern sich immer mehr Zugriff auf eine der wichtigsten Ressourcen dieser Welt. Statt Bauern bestimmen Profitinteressen über die Böden. Eine Fläche halb so groß wie Europa wurde bereits aufgekauft. Statt Nahrung regional anzupflanzen, produziert man im großen Stil für die lukrativeren Märkte der wohlhabenden Länder. 
Landraub erzählt von den Folgen. Die Böden werden für GPS-gesteuerte Maschinen im großen Stil eingeebnet, der Verbrauch an Wasser, Chemie und Energie ist in der Agrarindustrie enorm. Für jede eingesetzte Energieeinheit können laut dem Film bei der industriellen Landwirtschaft nur drei Energieeinheiten geerntet werden, bei der kleinbäuerlichen dagegen sieben mal mehr.

Der Film Landraub portraitiert und verurteilt nicht. Er folgt laut Regisseur Kurt Langbein "den Gedankenwelten der Protagonisten und sucht die Bilder, welche die Konsequenzen des Handelns zeigen. Da sind die Investoren. Die Vertreter des großen Geldes erzählen von ihrer Entdeckung der Landnahme als Geldanlage. Ihre Gedankengebäude sind nachvollziehbar und wirken nicht zynisch, ja sogar logisch. Ihre Ländereien sind phantastisch geordnet, riesengroß und perfekt organisiert. Da sind die Kleinbauern, Flüchtlinge und die Landarbeiter. Sie erzählen von Vertreibung, Hunger, Konkurrenzkampf und Zerstörung ihrer Heimat. Ihre Lebenswelt ist karg und elend."

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