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Pressemitteilung: Der lange Weg - Vom KZ zur Gedenkstätte

Lehrerfortbildung "Erinnern-Bewältigen-Gedenken. Der (lange) Weg zur Gedenkstätte am Beispiel des SS-Sonderlagers / KZ Hinzert" in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert am 3. Dezember 2018 

Zur Lehrerfortbildung "Erinnern-Bewältigen-Gedenken. Der (lange) Weg zur Gedenkstätte am Beispiel des SS-Sonderlagers / KZ Hinzert" lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Montag, 3. Dezember 2018 von 10.00-16.30 Uhr in die Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert ein.

Lehrkräfte aller Schularten aus Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus der historisch-politischen Erwachsenenbildung können sich per Telefon: 06586 - 99 24 93 oder Email: steffen.reinhard@gedenkstaette-hinzert-rlp.de anmelden.

Zum Thema

Bis zur Einweihung des Dokumentations- und Begegnungshauses der KZ-Gedenkstätte in Hinzert am 10. Dezember 2005 war es ein langer und steiniger Weg. Anhand von Fotos und Dokumenten wird dieser Weg nachgezeichnet und analysiert. Die Tatsache, dass das ehemalige Lagergelände direkt nach dem 2. Weltkrieg abgetragen wurde und die heutige Gedenkstätte über viele Jahre ein Schattendasein fristete, weil sie irreführend als "Ehrenfriedhof" bezeichnet wurde, machte die Gedenkarbeit am Standort eines ehemaligen KZs nicht einfacher.

Nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit wurde das Gebäude Ende 2005 fertig. Der Bau erfolgte in Abstimmung mit den Freundeskreisen ehemaliger Deportierter des Lagers Hinzert in Luxemburg und Frankreich. Die Amicale des Anciens de Hinzert Luxembourg, die Französische Vereinigung der deportierten und internierten Widerstandskämpfer und Patrioten FNDIRP, das Bundesarchiv in Berlin, die Landesarchive in Rheinland-Pfalz, das Archiv der Französischen Besatzung in Deutschland mit Sitz in Colmar, die Museen der Résistance in Besançon und Esch-sur-Alzette, sowie viele weitere Einrichtungen unterstützten die LpB bei der Erarbeitung der Dauerausstellung. Auch der Landkreis Trier-Saarburg, die Verbandsgemeinde Hermeskeil und die Ortsgemeinde Hinzert-Pölert waren an den Vorbereitungen für den Bau beteiligt. 

Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert

bestand zwischen 1939 und 1945. Zunächst diente das Lager als sog. "Polizeihaftlager" für Westwallarbeiter. Daraus entwickelte sich ein sog. "Arbeitserziehungslager" und später ein Konzentrationslager, das 1942 dem Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt der SS unterstellt wurde. 

Während des II. Weltkrieges wurde es für Verschleppte aus dem besetzten Europa ein Ort des Terrors und des Todes. Insgesamt wurden im Hinzerter KZ nachweislich mindestens 321 Menschen ermordet oder starben durch den Lagerterror an Krankheit, Entkräftung oder Hunger.