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Pressemitteilung: Ausstellung in der Gedenkstätte KZ Osthofen - Die Verfolgung Homosexueller nach 1945

Ausstellungseröffnung "Verschweigen - Verurteilen - Ausstellung zur Verfolgung von Homosexualität in Rheinland-Pfalz von 1946 bis 1973" am 15. Mai 2019 in der Gedenkstätte KZ Osthofen / Bis 30. Juni zu besichtigen

Zur Ausstellungseröffnung "Verschweigen - Verurteilen - Ausstellung zur Verfolgung von Homosexualität in Rheinland-Pfalz von 1946 bis 1973" lädt die Landeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz am Mittwoch, 15. Mai 2019 um 18.00 Uhr in die Gedenkstätte KZ Osthofen (Am Ziegelhüttenweg 38) ein. 

Burkhard Jellonnek, Leiter des Landesinstituts für Pädagogik und Medien des Saarlandes, präsentiert in seinem Vortrag "In ständiger Furcht vor Verfolgung" die Lebensumstände homosexueller Menschen in Rheinland-Pfalz in der Nazidiktatur und der Bundesrepublik. Der Zeitzeuge Gert Eid berichtet danach über seine Erlebnisse. Zum Abschluss der Eröffnung folgt ein Rundgang durch die Ausstellung.

Die Ausstellung wird bis zum 30. Juni 2019 in der Gedenkstätte KZ Osthofen zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen sein. Der Eintritt ist kostenlos! Informationen und Anmeldung unter 06242 / 910 810 oder per Mail info@ns-dokuzentrum-rlp.de. 

Zur Ausstellung 

Die mobile Ausstellung "Verschweigen - Verurteilen" des Ministeriums für Familie, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz präsentiert die Ergebnisse von Forschungsarbeiten über die Verfolgung von Homosexualität. Sie zeigt die strafrechtliche Verfolgung von schwulen Männern und lesbischen Frauen sowie deren Lebensumstände von der Nachkriegszeit bis 1973. Das Ausstellungskonzept folgt der Alltäglichkeit und macht durch Bilder, Briefe, Fotos, Statistiken, Bücher und audiovisuelle Elemente die Schicksale der Menschen sichtbar.

Am 13. Dezember 2012 entschuldigte sich der rheinland-pfälzische Landtag bei den Opfern und beschloss einstimmig mit den Stimmen der damals im Parlament vertretenen Parteien SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen, sich der Vergangenheit zu stellen. 

Zum Thema

1945 beendete der Sieg der Alliierten die nationalsozialistische Diktatur und damit auch die intensivste Verfolgung von homosexuellen Menschen in der deutschen Geschichte. Wie in der NS-Zeit blieb jedoch auch in der neuen Bundesrepublik männliche Homosexualität weiterhin verboten; selbst die 1935 drastisch verschärften Strafbestimmungen der §§ 175 und 175a des Strafgesetzbuches (StGB) galten weiterhin. Über 50.000 Männer verurteilte die bundesrepublikanische Justiz auf dieser unveränderten Rechtsgrundlage bis 1969.