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USA: Die Gegenkultur der "Sixties" und ihre Erben

Von Haschisch zu #hashtags. Die Gegenkultur der „Sixties“ und ihre Erben

Blickt man auf 1968 und die Proteste einer ganzen Generation zurück, so nimmt hierbei die USA als Vorreiter für einen kulturellen und politischen Aufbruch in der westlichen Welt eine herausragende Rolle ein.

Studierendenproteste, Proteste gegen den Vietnamkrieg, das African-American / Civil Rights Movement, Hippies, Yippies und wichtige 68er-Protagonisten wurden über die USA hinausgehend wahrgenommen. Hinzu kam ein Aufbruch in der Musik einer ganzen Generation, der seinen Höhepunkt beim Woodstook-Festival 1969 fand.

Die Ernsthaftigkeit, Breite und auch Tragik der gegenkulturellen Bewegungen der sechziger und frühen siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts ist heutzutage oft unter Klischees von „Hippies“ und „flower power“ verschüttet. Doch trotz massiver gesellschaftlicher und technologischer Umwälzungen – die übrigens eng mit dieser Ära verknüpft sind – gibt es 2018 unzählige Nachfahren der „Sixties“, welche die Werte und Strategien der damaligen „counterculture“ weiterführen, adaptieren oder neu erfinden. An verschiedenen Beispielen, wie der Rockmusik, dem radikalen Feminismus, neuer Spiritualität und Naturverbundenheit erläutert Tom Clark das Kernprinzip der US-amerikanischen Gegenkultur – Weltveränderung durch Bewusstseinswandel – und zeigt die Bezüge und Brüche zu heutigen Ökologiediskursen, Cyberkultur, #metoo und der Achtsamkeitswelle auf.

Solche populärkulturellen Phänomene, wie auch akademische Impulse von der neurowissenschaftlichen Forschung Antonio Damasios bis zu Hartmut Rosas soziologischer Analyse „Resonanz", lassen vermuten, dass die globalen Krisen des Neoliberalismus in den nächsten Jahren zu einer erneuten gegenkulturellen Blüte führen könnten.

Referent ist Dr. Thomas Clark, Goethe-Universität Frankfurt am Main. Dr. Tom Clark ist Amerikanist und Historiker mit besonderem Interesse an Ideen- und Kulturgeschichte. Er promovierte 2001 an der Goethe-Universität Frankfurt zur Verfassungsgeschichte der amerikanischen Revolution und habilitierte sich 2012 an der Universität Kassel in neuerer und neuester Geschichte mit Arbeiten über transatlantische republikanische Intellektuelle. Nach Lehr- und Forschungstätigkeiten in Frankfurt, Kassel, Münster, Maryland und Tübingen vertritt er aktuell die Professur für amerikanische Kultur und Literatur an der Goethe-Universität Frankfurt. Momentan beschäftigt er sich u.a. mit Stand-Up Comedy als politischer Kultur und mit der Geschichte und Kultur des Geruchs in den USA und Europa.

Vortrag
Vortrag
Veranstaltet von:
Landeszentrale für politische Bildung RLP
Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz e.V.
Informationen bei:
Rainer Ullrich
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Zusatzmaterial:
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