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50 Jahre Besatzung - Perspektiven für ein Zusammenleben in Palästina und Israel

Im Juni 2017 jährt sich der Sechstagekrieg und die damit beginnende Besatzung des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens zum 50. Mal.

Die große Mehrheit der Bevölkerungen beider Gesellschaften hat nie einen anderen Zustand erlebt und aus der ursprünglich provisorischen Besetzung ist der heutige Status Quo entstanden. Beide Gesellschaften wurden in dieser Zeit immer stärker von dieser Besatzung geprägt: 

Die jüdische Landnahme in Form von Siedlungen und der palästinensische Abwehrkampf dagegen schüren immer wieder die Gewalt auf beiden Seiten und verhärten die Fronten. Verrohung und Zynismus beherrschen die Situation in beiden Gesellschaften, die religiöse Überhöhung des Konfliktes sowie zunehmende Kompromisslosigkeit auf beiden Seiten scheinen die Situation nur noch mehr zu belasten: Während der 1967 ebenso besetze Sinai 1982 und der Gaza-Streifen 2005 von israelischer Seite wieder geräumt wurden, scheint eine ähnliche Entwicklung im Westjordanland in umso weitere Ferne gerückt zu sein. Fragen wie das Rückkehrrecht für die palästinensischen Flüchtlinge, der Status von Jerusalem oder der Umgang mit Boden- und Wasserrechten belasten die Verhandlungen noch zusätzlich. Perspektivlosigkeit und gegenseitige Beschuldigungen, Delegitimierungsversuche und politische Manöver scheinen das Bild der Besatzung zu beherrschen.

Mit prominenten Gästen wollen wir die heutigen Auswirkungen der Besatzung analysieren und einen Blick auf die Perspektiven dieser Situation werfen. Wie wirken sich diese Verhältnisse tatsächlich auf den Zustand der israelischen und palästinensischen Gesellschaft aus? Welche Folgen haben die ständigen Auseinandersetzungen mit Toten und Verletzten und die Perspektivlosigkeit der Situation auf die Menschen in Israel und den palästinensischen Gebieten? Wie geht die Politik auf beiden Seiten mit diesem Zustand um? Und: welche praktikablen Möglichkeiten für eine Lösung dieser verfahrenen Situation gibt es überhaupt?

Dazu diskutieren:

Dr. Jamal Nazzal, Palästina- Experte und politischer Berater der Fatah Bewegung (Die zunächst angekündigte palästinensische Botschafterin, Frau Dr. Daibes kann den Termin leider doch nicht wahrnehmen)

Mohammad Darawshe, arabischer Israeli und Experte für jüdisch-arabische Beziehungen, Programmdirektor Givat Havivas und z. Zt. Stipendiat des Richard von Weizsäcker Fellowship der Robert Bosch-Stiftung in Berlin;

Ofer Waldmann ist jüdischer Israeli, Musiker, Blogger und Journalist sowie Gastdoktorand der FU Berlin.

Moderation: Steffen Hagemann, Dozent an der Universität Kaiserlautern


Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Vortrag und Diskussion
Vortrag und Diskussion
Veranstaltet von:
Landeszentrale für politische Bildung RLP
Informationen bei:
Wolfgang Faller
 06131 16 2973
E-Mail senden
In Kooperation mit:
Givat Haviva
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